Eine Reise in den Urwald ist wahres Abenteuer. Hier
besteht
die Möglichkeit zu wandern, am Fluss zu fahren, die "Stimmen"
der tief im Wald verborgenen Tiere zu hören, die in der Dunkelheit
rot leuchtenden Augen eines Kaimans zu entdecken oder die verschiedensten
Vögel mit ihren farbenfrohen Gefieder zu beobachten.
Madre de Dios bietet den Reidenden viele Alternativen, um einige
der schönsten Plätze des Amazonasgebietes kennenzulernen.
Puerto
Maldonado,
"die Hauptstadt der Biodiversität"
wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Diese kleine Stadt
liegt am Zusammenfluss der Flüsse Madre de Dios und Tambopata.
Unter den Hauptattraktionen befinden sich:
der "Lago Sandoval", ein wunderschöner Platz, 8 km
von der Stadt entfernt; der "Lago Valencia" (60 km entfernt),
hier besteht die Möglichkeit zu fischen ("Dorado"
und "Doncella"); und das Dorf Laberinto, "Labyrinth",
das seinem Namen alle Ehre macht, da es sehr kaotisch ist.
Geschützte
Gebiete
Naturschutzgebiet Manu: seine
Fläche erstreckt sich über 1 881 200 Hektar und setzt
sich aus drei Gebieten zusammen: der Nationalpark Manu, das Naturschutzgebiet
Manu (hier finden alle Forschungen und touristische Aktivitäten
statt) und die Zone des Uso Múltiple, in der sich menschliche
Niederlassungen befinden und ökologische Aktivitäten stattfinden.
Seit
tausenden von Jahren besitzt der Manu eine unveränderte Evolution.
Dies führte dazu, dass diese Zone über mehr Pflanzen-
und Tierspezien verfügt als irgendeine andere in der Welt.
In diesem Reservat werden zahlreiche vor dem Aussterben bedrohte
Tierspezien geschützt. Darunter befinden sich: "Gallito
de las Rocas" (Rupicola peruviana), der Nationalvogel Perus;
die Wildgans, "Ganso selvático" (Neochen jubata),
der Affe "Mono choro" (Lagothrix lagothricha) und Wildkatzen
wie der Jaguar, "Otorongo" (Felis onca) und "Tigrillo"
(Ozelot),(Felis pardalis).
Die "Colpas" der Guacamayos (Grünflügelara)
gehören zu den Hauptattraktionen in Manu; es sind grosse Lehmwände,
sehr reich an Mineralien, an den Ufern der Flüsse. Diese Plätze
werden von zahlreichen Vögeln frequentiert, wie die bunten
und lärmenden Guacamayos, um ihre tägliche Ration an Mineralstoffen
zu ergänzen.
Naturschutzgebiet
Tambopata Candamo
Die Forschungen der letzten 14 Jahre ergaben, dass in diesem Gebiet
- es erstreckt sich über eine Fläche von mehr als einer
Million Hektar - eine Vielfalt an Vögeln (575 Spezien), Schmetterlinge
(1200), Libellen (103), Ameisen (135), Säugetiere (103), Amphibien
(mehr als 60), Reptilien (67 Schlangenarten, 5 Schildkrötenarten,
4 Krokodilarten und 22 Largarten); ausserdem konnte man 94 Spezien
an verschiedenen Fischen feststellen.
Weiters fand man in diesem Gebiet vor dem Aussterben bedrohte Tiere
wie den Riesenotter (Pteronura brasiliensis), "Perro de Monte"
(Speothos venaticus), "Largarto negro" (Melanosuchus niger)
und "Águila harpía" (Harpia harpyja).
Die reichhaltige
Vegetation ist eine weitere Attraktivität des Tambopata - Candamo;
es existieren ungefähr 1400 Pflanzenspezien in dieser Zone.
Man fand zwei Parzellen von je einem Hektar, die zu den reichhaltigsten
der Welt gehören.
Eine davon besitzt 187 Baumarten, deren Umfang grösser als
2,5 cm ist; in der anderen Parzelle finden sich 207 Spezien, darunter
Bäume, Lianen, Sträucher und Epiphyten.
Nationalpark
Bahuaja - Sonene
Dieses Gebiet wurde am 17 Juli 1996 zum Nationalpark erklärt;
es umfasst das Naturschutzgebiet von Tambopata - Candamo
und das Territorium des alten nationalen Heiligtums Pampas del Heath.
Da es in diesem Gebiet keine permanenten Dörfer gibt, findet
man hier Spezien, die in anderen Regionen des Amazonasgebietes schon
stark reduziert sind, wie: Tapir (Tapirus terrestris) und "Mono
araña" (Ateles paniscus).
In Bahuaja - Sonene stehen auch
Säugetiere wie "Ciervo de los pantanos" (Odocoileus
dichotomus) und "Lobo de crin" (Chrysocyon brachyurus)
unter Schutz.
Dieser Park ist eine Zufluchtsstätte für viele Vögel;
er beherbergt 450 Spezien, 17 davon stammen aus Peru.