
Die Häuser, die Kirchen und die Klöster sind die Hauptattraktionen des historischen Zentrums Arequipas. Der Spaziergang durch die mit Pflastersteinen ausgelegten Strassen sollte in aller Ruhe genossen werden, um alle Einzelheiten der Architektur zu entdecken, um die weißen Bausteine der Stadt zu bewundern und um die Kraft des allgegenwärtigen Vulkans "Misti", der ewige Hüter der Stadt, zu spüren.
Man sollte auch die Umgebung der Stadt besichtigen, um die grünen Ackerländer der Campiña zu sehen und um die reine Luft der Anden zu geniessen.
Wenn man noch mehr Abenteuerlust verspürt, ist es empfehlenswert in die Bezirke der Region
Arequipa zu fahren und die Reize derselben kennen zu lernen.
Kirchen und Klöster
Die Kathedrale:

Sie nimmt die ganze Front des Hauptplatzes ein. Der Stil der Kathedrale ist Neo- Renaissance, mit zwei Türmen und einem gotischen Gewölbe. Sie wurde auch für
Arequipa aus typischen weißen Gestein erbaut. Im Inneren befindet sich eine Orgel von Loret aus Belgien und die hervorragende Kanzel auf Holz, ein Werk von Boisini- Rigot aus Lille (Frankreich). Entstanden in Jahre 1879.
Die Kirche La Compañía:
Sie wurde von Jesuiten im 17. Jahrhundert erbaut. Sehr beeindruckend ist ihre Fassade, die erst 1698 fertig gestellt wurde. Die Kanzel aus bearbeiteten Holz und die alte Sakristei, bekannt auch als sixtinische Kapelle von
Arequipa, wurden von anonymen indigenen Künstlern hergestellt, welche in ihrem Werk ihre eigenen Farben, Motive und Energie ausdrückten.
Das Kloster von Santa Catalina de Sena:
Es wurde am 2. Oktober 1580 gegründet und hat eine Fläche von 20 000 m². Das Kloster wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Auch heute noch leben Nonnen in der Klausur des Klosters. Es ist eine kleine Stadt, umgeben von Mauern, mit kleinen Gassen, schmalen Gängen, Treppen und Plätzen.
Das Kloster war bis 1970 nicht für die Öffentlichkeit zugängig.
Die Farben im Inneren wie Ocker, Indigo und Orange kombinieren zum Weiß des vulkanischen Bausteins und passen sich dem strengen Stil des Klosters an.
Häuser
Casa de Moral: Das Haus liegt zwischen zwei Straßen: Moral und Bolívar, und wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Es verdankt seinen Name einem hundertjährigen alten Maulbeerbaum, der sich immer noch im Hof befindet. Im Innenhof (borrado: es) findet man Motive der Nazcakultur.
Casa de Tristán de Pozo: Das Haus befindet sich in der San Francisco Straße und wurde (borrado: in) 1738 erbaut. Es besitzt ein herrliches Portal mit einer massiven Türe, die mit Nägeln und Eisengriffen verziert ist. Die weiten und geräumigen Innenhöfe sind geschmückt mit Skulpturen und Wasserspeier mit katzenartigen Gesichten.
Palacio Goyeneche: Das Haus ist ein herrschaftliches Gebäude, und liegt in der La Merced Straße. Es wurde am Ende des 18. Jahrhunderts umgebaut und besitzt hervorragende Innenhöfe und fein bearbeitete Gitter.
Umgebung
Characato: Dieser Bezirk liegt 13 km vom Zentrum Arequipas entfernt und ist ein klassisches Modell für Dörfer, die von den Spaniern gegründet wurden. Anthropologischen Studien zufolge (borrado: coma) war diese Gegend eine wichtige preinkaische Niederlassung. Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und Viehzucht.
Sabandía: Dieser Ort liegt neun km von der Stadt entfernt und ist bekannt für die koloniale Mühle, die im 17. Jahrhundert konstruiert wurde. Hier wurde früher das Getreide gemahlen, das später im ganzen Süden verteilt wurde. An diesem Ort mit wunderschöner Agrarlandschaft befindet sich auch das Haus des Gründers von
Arequipa, Garcí Manuel de Carbajal.
Yura: Dieser traditionelle Bezirk liegt 30 km vom Zentrum entfernt. Es ist ein kleines Tal mit medizinalen Thermalbädern.
Cañón de Cotahuasi: Der tiefste Canyon der Welt mit einer Tiefe von 3.535 Meter. Er befindet sich in der Region La Union, 12 Stunden von der Stadt Arequipa entfernt.
In Cotahuasi (übersetzt: Haus der Tiefe) finden sich Sehenswürdigkeiten wie der Wasserfall von Sipia, die Terrassen von Waynacotas und unter anderem die Flora von Ayahuasi und Cahuana.
Cañón del Colca: Er besitzt eine Tiefe von 3.200 Meter und liegt in der Caylloma Region, fünf Stunden von Arequipa entfernt. Das Colca Tal, in dem sich 13 andine Dörfer befinden, wurde früher von den Collaguas und Cabanas bewohnt. Die Bevölkerung dieser Zone bewahrt immer noch ihre alten Traditionen und bebaut die preinkaischen Terrassen.
An diesem Ort, der sich gut für Abenteuersport eignet, kann man den herrlichen Flug des Kondors beobachten.
Tal der Vulkane: Es liegt in Andahua in der Region von Castilla, 10 Stunden von
Arequipa entfernt. 1941 registrierte der Topograph Hoempler 85 Vulkankegel, bei denen man die erloschenen Ergüsse der Lava (Quatär) betrachten kann.