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TABACONAS NAMBALLE
Das nationale Schutzgebiet
Tabaconas - Namballe wurde am 20. Mai 1988, gemäss des Dekrets
N° 051-88-AG, gegündet.
Es befindet sich im Departament Cajamarca, in der Provinz
San Ignacio, Distrikt Tabaconas - Namballe. Seine Ausdehnung erstreckt
sich über 29500 Hektar.
Da dieses Gebiet,
vor allem in den höheren Zonen, sehr nebelig ist, erhielten
die Wälder dieser Zone die Bezeichnung "Nebelwälder".
In diesen Wäldern existiert eine hohe heterogene Pflanzenwelt,
die sich je nach Höhenlage, Topographie, Bodenbeschaffenheit
und Bewässerung variiert.
Dominierende
Spezien unter den Bäumen in einer Höhe von 1650m sind:
Spezien der Familien Lauraceae, Ericaceae, Melas-tomataceae, Rubiaceae,
Actinidaceae und Podocarpáceae. Es existieren aber noch viele
andere Spezien, die noch nicht bestimmt wurden. Der Podocarpus ist
die einzige Gattung unter den Nadelhölzern, die man noch in
ihrer natürlichen Form in Peru findet. Man kennt diese Gattung
auch als "Romerillo macho" und "Romerillo hembra".
Im Inneren befinden sich Baumfarne und einheimische Bambusarten
der Gattung Chusquea. Hier existieren zahlreiche Epiphyten wie Orchideen,
Bromilien, Moose und Flechten.
Über 2000m Höhe findet man einen Wald mit zahlreichen
Baumfarnen der Gattung Cyathea, vermischt mit einigen Spezien von
Krüppelholz.
Bis jetzt wurden
33 Vogelspezien und 17 Säugetierspezien identifiziert. Unter
ihnen befinden sich einige Spezien, die vom Aussterben bedroht sind:
Oso de Anteojos (Tremarctos ornatus) und der Tapir (Tapirus pinchaque),
deren Schutz zum Hauptziel des Schutzgebietes zählt.
Als touristische
Attraktivität kann man die Wasserfälle und das Gebirgsland
erwähnen; sehr reizvoll sind auch mehrere Lagunen, bekannt
als Arrebiatadas, die von aussergewöhnlicher Schönheit
sind und deren Wasser heilende Eigenschaften haben. Diese Lagunen
befinden sich in einer Höhe von ungefähr 3200m.
Hauptziele des
nationalen Schutzgebietes Tabaconas - Namballe sind: Aufrechterhaltung
der Landschaft; Schutz der Nebelwälder und der darin beheimateten
Spezien, um die biologische Vielfalt aufrechtzuerhalten; Schutz
der Quellen; Entwicklungshilfe für die lokale Bevölkerung
der tiefer gelegenen Zonen.