Das nationale Schutzgebiet
Calipuy wurde am 8. Jänner 1981, gemäss des Dekrets N°
004-81-AA, gegründet.
Es liegt in der Nähe des nationalen Naturschutzgebietes Calipuy,
im Departament La Libertad, Provinz Santiago de Chuco. Es erstreckt
sich über eine Fläche von 4500 Hektar.
Es schützt eine der grössten Flächen an Puya oder Cahua
(Puya raimondii), eine ungewöhnliche Spezie der Flora, welche
den grössten Blütenstand der Welt besitzt und ein wertvolles
biologisches Vorkommen darstellt. Diese Pflanze gehört zur Familie
der Bromelien und wächst nur an sonnigen Hängen mit gut
bewässerten Böden.
Obwohl diese Pflanze über 100 Jahre alt wird, blüht sie
nur einmal (dieser Prozess dauert neun Monate) und stirbt danach langsam
ab. Seine Blüte ist ein Spektakel, da der Blütenstand bis
zu zehn Meter hoch werden kann. In Form einer riesigen Kerze wird
sie von tausenden weiss- und cremefarbigen Blüten bedeckt. In
dieser Zeit kann man auch hunderte von Kolibris und andere Vögel
beobachten, die die Blüten umschwirren.
Die anderen
Pflanzen, die das Schutzgebiet Calipuy beherbergt, sind von kleiner
oder mittlerer Grösse, holz- und kräuterartig, und wachsen
auf steinigen Flächen.
Die Vegetation ist hauptsächlich holzartig und wächst
an den Hängen der Hügel.
Unter den Spezien
der Fauna heben sich Säugetiere wie: andiner Fuchs (Pseudalopex
culpaeus), Hirsch mit weissem Schwanz (Odocoileus virginianus) und
Vizcacha (Lagidium peruanum) hervor.
Unter den Vögeln sind erwähnenswert: die Familie der Tinamidae,
Bergrebhuhn (Tinamotis pentlandii); die Familie Falconidae, Halcón
perdiguero (Falco femoralis), Chinalinda oder Guarahuau (Phalcoboenus
megalopterus albogularis); und die Familie der Psittacidae, Perico
andino (Bolborhynchus sp.).
Das Hauptziel
des Schutzgebietes Calipuy ist, den dichtesten Stand der Puya, welcher
ein wertvolles biologisches Potential dieser Spezie darstellt, zu
schützen.