Das historische Schutzgebiet
von Machupicchu wurde am 8. Jänner 1981, gemäss des Dekrets
N° 001-81-AA, gegründet. 1983 wurde es von der UNESCO zum
kulturellen und natürlichen Erbe der Menschheit ernannt.
Dieses Schutzgebiet
befindet sich im Departament Cusco, in
der Provinz Urubamba, Distrikt Machupicchu. Seine Fläche erstreckt
sich über 32 592 Hektar.
Die Zone in
der sich Machupicchu befindet, besitzt sowohl Charakteristiken der
andinen Region als auch des Amazonas.
Machupicchu ist einer der wertvollsten architektonischen Schätze
und die touristische Hauptattraktivität Südamerikas. Es
gibt auf diesem Kontinent kein vergleichbares Werk, welches eine
so wunderbare Harmonie zwischen menschlichem Werk und Natur bietet.
Ausser der Zitadelle von Machupicchu existieren in dieser Zone noch
34 weitere archäologische Gruppen, die durch den Inkatrailmiteinander verbunden sind.
Die Flora in
diesem historischen Schutzgebiet ist sehr reichhaltig, vor allem
in den feuchten Zonen zwischen 2000 und 4000m Höhe. In den
höher gelegenen Zonen gibt es verschiedene Spezien von hochandinen
Poáceas. In den niederen Lagen findet man enorme, alte Bäume
wie: Aliso (Alnus jorullensis), Pisonay (Erythrina falcata), Nussbäume
(Junglans neotropica), Intimpa (Podocarpus glomeratus), Quishuar
(Buddleja incana), Queñual (Polylepis racemosa), Zedern (Cedrela
sp.) und viele andere, die an den Schluchten und Hängen wachsen.
Ferner gibt es Palmen der Gattung Geromoina und Baumfarne (Cyathea
sp.).
Ebenso findet man in dieser Zone zahlreiche Orchideen; 30 Gattungen
und mehr als 190 Spezien), die abwechselnd blühen, sowohl im
freien Gelände als auch im Wald. Zu den Schönsten zählen:
Masdevallia barlaeana und Maxillaria floribunda.
Die Bromelien werden vertreten von: Puya weberbaueri und Tillandsia
rubra, unter vielen anderen.
Die Fauna besitzt
sehr spezielle Charakteristiken, je nach den diversen Lebesbereichen.
Unter den Vögeln befinden sich: Kondor (Vultur gryphus) und
diverse Spezien von Kolibris; zu den Säugetieren gehören:
Tanka Taruca (Mazama chunyi), Puma (Puma concolor), Tigrillo (Leopardus
pardalis) und andere Spezien an Affen der Gattungen: Cebus, Saimiri,
Aotus und Lagothrix (letzterer ist vom aussterben bedroht). Unter
den Schlangen gibt es: Boa (Bothrops andianus) und Schlangen der
Gattung Bothrops.
Es gibt noch andere Spezien der Fauna im Schutzgebiet von Machupicchu,
die vom Aussterben bedroht sind: Gallito de las Rocas oder Tunki
(Rupicola peruviana), Oso de anteojos (Tremarctos ornatus), Fischotter
(Lontra longicaudis) und Waldkatze (Oncifelis colocolo).
Das Hauptziel
des historischen Schutzgebietes von Machupicchu ist, die wertvollen
Zeugnisse der Archäologie und der andinen Kultur und die umgebende,
wunderschöne Landschaft, die ein Teil des natürlichen
Lebensraum wichtiger Spezien der Flora und Fauna bildet, zu schützen.