Das historische Heiligtum Wald von Pomac befindet sich im Distrikt von Pítipo, in der Provinz von Ferreñafe (Departement Lambeyeque). Dieser Wald umfasst eine Fläche von 5,887.38 ha, die insgesamt 0.41% der Fläche des Departements ausmachen. Durch das Zentrum des Waldes fliesst der Río La Leche.
Durch die definitive Ernennung zum historischen Heiligtum war es möglich eine solide Basis zu schaffen, um gegen die Abholzung und das Aussterben der wilden Flora und Fauna anzukämpfen. Ausserdem wurden Richtlinien für die Modalitäten und die Intensität der indirekten Nützung festgelegt, um dieses Naturschutzgebiet und seine Einzugsgebiete schützen zu könne.
Das historische Heiligtum Wald von Pomac schützt 0.2 % der gesamten Fläche der pazifischen, tropischen Wüste, wo sich zwei der drei Lebenszonen entwickeln, welche diese Wüste umfasst, Desierto Superárido Tropical (supertrockene, tropische Wüste) und Desierto Superárido Premontano Tropical (supertrockene, tropische Vorgebirgswüste). Dort entwickeln sich verschiedene Vegetationen wie dichte und halbdichte Wälder, Dickicht und natürliche Formationen von Johannisbrotbäumen.
Die Wälder der Johannisbrotbäume prägen das Landschaftsbild des Nordens des Landes. Sie bestehen teilweise auch aus Bäumen wie Sapote (Capparis angulata) und in kleineren Vorkommen Faique (Acacia macracantha), Bichayo (Capparis ovalifolia) und Sträucher wie Vallesia dichotoma. Dieser Wald besitzt hohen wirtschaftlichen Wert durch Produkte wie wie das Sammeln von Algarroba, Honig und Ökotourismus.
Die biologische Diversität des Waldes von Pomac ist sehr hoch obwohl er verkommen ist. In dieser geschützten Zone gibt es bis zu 26 Vogelarten und 7 Spezien von Säugetieren.
Diese Zone berherbergt auch wichtige archäologische Beispiele der Kultur Sicán oder Lambayeque der Zeit von ca. 900 - 1100 n. C. Es gibt Zeugnisse von kleinen Hügeln bis zu monumentalen Pyramiden, die sich in gutem Zustand befinden. Die Kultur Sicán besass eine ausgezeichnete Technik der Metallverarbeitung und betrieb diese im grossen Stil. Die Grabbeigaben, welche in den Gräbern der Elite (von einer Tiefe bis zu 20 m) gefunden wurden, überraschen durch ihren Reichtum.
In der Umgebung gibt es kleinere Dorfgemeinschaften von Bauern, welche sich der Viehzucht und der Bienenzucht widmen. Da der Wald von Pomac aufgrund seiner Ernennung zum historischen Heiligtum unter staatlichen Schutz gestellt wurde, sucht man verschiedene Alternativen mit einer angemessenen sozialen Organisation, um die Resourcen des Waldes indirekt zu nützen. In diesem Gebiet kam es zu ständigen Eingriffen der benachbarten Bevölkerung, welche durch alternative Massnahmen verhindert werden sollen.
Die Gründe des historischen Heiligtums des Waldes von Pomac sind: die landschaftliche und kulturelle Einheit des Waldes zu bewahren, welcher den archäologischen Komplex von Sicán beherbergt und ausserdem die natürliche Qualität des trockenen tropischen Waldes zu schützen.